Kreuzfahrten & Flüsse · Mittelmeer

Urlaub mit Italien

Auf der Costa Toscana fühlt man sich wie in einer italienischen Stadt – einer Stadt, mit der man reist

Von Harald & Trix MeyerCosta Toscana
Die Costa Toscana liegt im Hafen von Tanger
Die Costa Toscana im Hafen von Tanger

Wer Italien als Urlaubsdestination liebt, wird sich an Bord sofort zuhause fühlen: wegen der Menschen, der Lebensart und nicht zuletzt wegen der Kulinarik.

Eine italienische Stadt auf See

Man stelle sich ein italienisches Fischerdorf vor. Im Zentrum ein belebter Platz, umgeben von Cafés und Restaurants. Hier beginnt der Tag mit einem schnellen Espresso und einem Cornetto an der Bar, am Nachmittag bestimmen spielende Kinder und flanierende Familien das Bild, am Abend füllt sich der Platz mit Stimmen, Musik und Lebensfreude.

In den umliegenden Lokalen duftet es nach frischer Pasta, Pizza kommt aus dem Ofen, Gelato schmilzt in der warmen Luft. Boutiquen, Bars, ein Spa und vielfältige Freizeitangebote runden das Bild ab. Man schwimmt, treibt Sport oder wagt den Sprung über eine spektakuläre Wasserrutsche ins kühle Nass.

Genau dieses Dorf findet man an Bord der Costa Toscana – mit einem entscheidenden Unterschied: Es reist. Und so wird diese italienische Stadt zur Bühne und gleichzeitig zur Basis für Entdeckungen im gesamten westlichen Mittelmeer. Das Bordleben ist lebendig, aber nie hektisch, italienisch im besten Sinn: genussvoll, kommunikativ und entspannt.

Karte der Reiseroute der Costa Toscana im westlichen Mittelmeer
Die Reiseroute durch das westliche Mittelmeer

Zwischen Metropolen, Kulturen und Geschichte

Unsere Reise beginnt in Savona, über Nacht erreichen wir die erste Station: Marseille. Costa bietet ein umfangreiches Ausflugsprogramm, neu ist der komfortable „Costa GoRound“-Bus, der Gäste direkt vom Schiff ins Stadtzentrum bringt. Vom alten Hafen aus führt unser Weg hinauf zur Basilique Notre-Dame de la Garde. Hoch über der Stadt scheint sie über Marseille zu wachen, der Blick reicht weit über die Dächer bis zum Hafenbecken, in dem sich die Costa Toscana erkennen lässt, und hinaus auf das offene Meer – ein eindrucksvoller Auftakt.

Skulptur Bleu de Chine von Bruno Catalano in Marseille
Bruno Catalanos „Bleu de Chine“ – eine Hommage an die Reisenden in Marseille

In Barcelona wartet mit der Sagrada Familia eines der faszinierendsten Bauwerke Europas. Der monumentale Bau nähert sich seiner Vollendung. Der Turm von Jesus Christus wird heuer fertiggestellt und macht die Basilika mit 172,5 Metern zur höchsten Kirche der Welt. Im Inneren ist die Renovierung bereits abgeschlossen: Licht, Farben und Details schaffen eine Atmosphäre, die selbst erfahrene Reisende staunen lässt. Ein Besuch ist schon jetzt mehr als lohnend, zumal man sich mithilfe einer eigenen App individuell und im eigenen Tempo durch das Bauwerk führen lassen kann.

Über Alicante und Málaga erreichen wir Tanger. Die marokkanische Hafenstadt empfängt uns mit orientalischem Charme. In den engen Gassen des Souks verlieren wir uns zwischen Gewürzen, Stoffen und Stimmen, begleitet von der spürbaren Freundlichkeit der Einheimischen. Tanger verzaubert – leise, intensiv und nachhaltig.

Die Basilika Sagrada Familia in Barcelona
Die Basilika Sagrada Familia in Barcelona

Genuss, Entspannung und das gute Gefühl an Bord

Bei Sonnenuntergang verlassen wir Tanger, zwei Seetage führen uns Richtung Tunis. Jetzt zeigt die Costa Toscana ihre ganze Stärke: abwechslungsreiches Entertainment, Spiele und Shows sowie eine beeindruckende gastronomische Vielfalt nahezu rund um die Uhr. Gleichzeitig findet man mühelos Ruhe – in der Kabine, auf stillen Decks oder im Spa, wo exzellente Massagen echte Tiefenentspannung ermöglichen.

Auch der direkte Kontakt zur Crew prägt diese Reise. Der Kapitän selbst nimmt sich Zeit, führt auf die Brücke und erzählt aus seinem Leben zur See. Seine Leidenschaft und sein Respekt für Mannschaft und Gäste sind spürbar und erklären die besondere, fast familiäre Stimmung an Bord.

In einem persönlichen Gespräch erklärt mir Comandante Tihomir Muzic, was die Costa Toscana auszeichnet: von der Idee der „Smart City“ über den Einsatz von LNG (auf -165° C abgekühltes flüssiges Erdgas) als Energiequelle bis hin zu den zahlreichen Maßnahmen, um den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten.

Ein kleiner, aber feiner Vorteil zeigt sich ganz nebenbei: Als Stammgast sammelt man Punkte im Costa C-Club, der Treue mit spürbaren Privilegien und attraktiven Vorteilen belohnt.

Das Restaurant Archipelago an Bord der Costa Toscana
Das Restaurant Archipelago an Bord
Die Campari-Bar an Bord der Costa Toscana
Die Campari-Bar an Bord
Aperol-Spritz-Masterclass an Bord der Costa Toscana
Entertainment an Bord der Costa Toscana
Tanzshow an Bord der Costa Toscana
Tanzshow an Bord der Costa Toscana

In La Goulette, dem Hafen von Tunis, tauchen wir tief in die Geschichte ein. Römische Überreste, Aquädukte und kunstvolle Mosaike zeugen von der bewegten Vergangenheit dieses Landes. Eine Fahrt ins Hinterland führt zu einem ehemaligen Berberdorf – ein stiller, eindrucksvoller Kontrast zur Weite des Meeres.

Palermo bildet einen weiteren Höhepunkt. Die Stadt lebt von ihrem kulturellen Mix, ihrem Tempo, ihren Märkten. Zwischen Obstständen, Gewürzen und lokalen Spezialitäten werden alle Sinne angesprochen. Ein Tipp bleibt: Die Cannoli, eine sizilianische Spezialität aus einer frittierten Teigrolle mit einer süßen cremigen Füllung, in der Tortenbäckerei „I Segreti del Chiostro“ zählen zu den besten – nicht nur in Palermo, sondern vermutlich in ganz Italien.

Blick von der Balkonkabine der Costa Toscana auf Palermo
Blick auf Palermo von der Balkonkabine der Costa Toscana

Über Civitavecchia kehren wir schließlich nach Savona zurück. Zehn Tage Mittelmeer, zehn Tage Italien, zehn Tage voller Eindrücke. Die Costa Toscana zeigt, wie sehr eine Kreuzfahrt mehr sein kann als das Reisen von Hafen zu Hafen: nämlich ein Urlaub mit Italien selbst. Und die Vorfreude auf die nächste Route beginnt noch an Bord – Live your wonder.